In meiner gerade abgeschlossenen Promotion ist das transdisciplinäre Lernen durch künstlerische Praxis Kern meiner präsentierten Ergebnisse. Hierbei geht es aber vor allem darüber hinaus zusätzlich um eine spannende Position, nämlich der der künstlerischen Kompetenz hinsichtlich der Vermittlung eines aktiven und kreativen transdisziplinären Bewusstseins für die Herausforderungen zum Klimawandel und der Umwelt.

Es wurden Modelle entwickelt, die an den Schnittstellen des transdisciplinären Designs und als Generatoren nachhaltiger Praxis im Prozess an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft platziert werden. 

Social Landart ist eine künstlerische Praxis, sich mit unserer jeweiligen Umwelt auseinander zu setzen. Hierbei werde ich aktiv und gehe auf die Nachbarschaft zu. Ich versuche ein Netzwerk auf zu bauen. Ich identifiziere Themen, um mich mit Anderen darüber aus zu tauschen und um etwas zu verändern. Das kann der vielfältige Blick auf das Thema sein; das kann auch der andere und ungewöhnliche Blick auf das Thema sein. Mit Anderen versuche ich eine kreative Veranschaulichung zu erarbeiten über das, was mich und die anderen bewegt.

 

Hierbei stellt sich auch die Frage, warum etwas so ist, wie es ist und warum wir etwas verändern möchten und wie wir diese Visionen mit Kunst sichtbar machen können. Es geht also insbesondere darum, einen Prozess an zu schieben.

 


MORE MOOR 1992

 

More Moor fand 1992 statt. Zehn Künstler aus Deutschland und den USA untersuchten das Witte-Moor bei Oldenburg, wo zu diesem Zeitpunkt noch archäologische Ausgrabungen statt fanden. Die Künstler*innen entwickeln Performances im und über das Gebiet, die der Videokünstler John Sturgeon als Video festgehalten hat. Später präsentieren die Künstler ihre Ergebnisse und Erfahrungen im Moor während einer performativen Videoinstallation auf dem Kultursommer in Oldenburg auf der Haaren. 

"FISHING MOOR": Insa Winkler und John Sturgeon halten die Landschaft mit Ihren Cameras fest, dabei wird die Arbeit selbst ein Akt der Kunst. 

REFLEXION TSCHENOBYL 1996

 

[Foto: Boudewijn Payens]

 

Anlässlich des 10. Jahrestages nach Tschernobyl hat Insa Winkler Künstler*innen aus Deutschland und den Niederlanden eingeladen in die Tschenobylzone zu reisen, um dort in einem verstrahlten Dorf mit der Bevölkerung zu arbeiten. Das Boot, was Boudewijn Payens mit den Kindern der Schule in Rowkowitschi gebaut hat und im Foto zusammen mit der "Symbolischen Frau" von Elvira Reith (Köln) festgehalten wurde, zeigt, wie Kunst jenseits der humanitären Hilfe Zeichen setzen kann.