flower of sustainability

Denkblume Delmenhorst, 2011

Blume für Nachhaltigkeit

 

Die persönlichen Grundbedürfnisse jedes Einzelnen an seine Umweltansprüche – wie Essen, Kleidung, Wohnen und Mobilität, sind durch die Gesellschaft geprägt, in der wir leben und arbeiten.

 

Die Landschaft in der wir leben ist ein Spiegelbild dieser Gesellschaft. Sie zeigt uns das Antlitz und die Entwicklung unserer Kultur und Geschichte, so wie wir Menschen in unserem Verhältnis der Natur dazu stehen.

 

Mit einem Versprechen für den Erhalt der Ressourcen auf unserer Erde, auch für nachfolgende Generationen, definiert der Begriff Nachhaltigkeit die ökologischen, sozialen und ökonomischen Grundrechte des Menschen.

 

Die gewissermaßen unerwähnte Kultur wird in dieser nachhaltigen Handlungskonvention nicht gleichberechtigt verankert, sondern sie gilt eher als Katalysator in einem sich ständig ablösenden Prozess der Erweiterung inbegriffen - aber Kultur steht den anderen Begriffen in der Wertigkeit nach.

 

Vergleichen wir aber das im Sonnensystem durch seine einmalige Stellung zum Leben begünstigte Ökosystem Erde mit seinen wichtigsten bio-klimatischen Funktionen, die dieses Leben ermöglichen mit dem nachhaltigen Handlungssystem Mensch, dann wird deutlich, dass die Zerstörung der natürlichen Funktionen des Ökosystems analog der Zerstörung des natürlichen Handlungssystem Mensch verläuft, was auf dessen Kultur zurückzuführen ist.

 

 

Ein systematischer Vergleich des Ökosystems Erde mit dem Handlungssystem Mensch bildet auf einer metaphorischen Ebene die Basis für nachhaltiges Denken und Handeln.

 

Unkenntnis oder besser das Vergessen kultureller Lebensformen, die sich über einen sehr langen Zeitraum analog dem Ökosystem gehalten haben, sind in Ungleichgewicht gekommen.

 

Wirtschafts-, Umwelt- und Menschenrechte ohne regionalen Wertschöpfungsmaßstab bleiben unvollständig, genauso wie eine gestörte Photosynthese - als Resultat des vom Menschen veränderten Wasser- und Stoffkreislaufes - die Atmosphäre schwächt und der Mensch beschleunigt diesen Prozess zusätzlich durch kranke Kultur.

 

Ausgehend von diesem direkten Vergleich steht die Menschheit vor der verzweifelten Aufgabe, besonders vertreten durch die Wissenschaft, ein humanitäres System aufzubauen, welches der Kultur bewusst wird und dem Ökosystem gerecht bleibt, bzw. dieses repariert.

 

Der Vergleich des Ökosystems mit dem menschlichen System lässt sich als Vexierbild veranschaulichen, wenn Nachhaltigkeit als Menschheit analog dem komplexen Ökosystem dargestellt wird.

 

Da aber die Kultur genauso wie das Antlitz des Planeten Erde graduiert andersartig ist und zeitlich als Metamorphose eines Zustandes in den anderen erfolgt, liegt es nahe, dass Kultur nicht einzigartig sondern vielfältig ist. Gleichsam der Evolution der Artenvielfalt von Blüten ist Kultur geschichtlich voraussetzend, verschiedenartig, aber existiert gleich berechtigt nebeneinander.

 

Dieser symbolische Vergleich ermöglicht es, Blüten als Träger von unterschiedlichen kulturellen Raumplanungen der Nachhaltigkeit auch für die alltäglichen individuellen Planungsbedürfnisse jedes einzelnen  zu nutzen, sodass sich die Unterlegung mit den 4 übergeordneten Aspekten der Nachhaltigkeit auf vielfältige Art und Weise etablieren kann.

 

Für jeden gar erdenklichen Aspekt des Lebens kann demnach gleichsam der Artenvielfalt eine kulturelle Vielfalt angesetzt werden. Rückblickend sollte man demnach auch den Verlust von Biodiversität dem Verlust kultureller Vielfalt gleichsetzen.

 

Da aber eine Tulpe schwerlich ein Schmetterling werden kann, aber jene Flora nicht ohne Fauna leben kann und der Mensch nicht ohne beides, gilt es nicht nur Schutzgebiete oder Schonzonen für die Natur aufzubauen, sondern auch Schutz und Schonzonen für die Vielfalt der nachhaltigen Kultur, besser noch ein Durchwachsen der Nachhaltigkeit in alle kulturellen Lebensformen, soweit sie dem Ökosystem gerecht werden.

 

Im Zeitalter des raffenden Klimawandels gilt es daher, dass jeder sich gleichsam der Vielfalt der Blüten ein analoges nachhaltiges Profil anlegt, um der nolens- volens entgegenzuwirken.

 

Dieses Denksystem zu begreifen, zu erfahren und zu nutzen gilt die Methode der „Flowers of Sustainability“.

 

Blüten werden zu einem persönlichen Plan womit jeder einzelne einen Beitrag zur Kultur der Nachhaltigkeit erarbeiten oder auch erspielen kann.

 

Angefangen mit den vier Grundthemen der Nachhaltigkeit stehen die Blüten für integrales ganzheitliches Denken, welches sich wie auf einer Blumenwiese vielfältig multiplizieren kann. Überschneidungen des Duftes, der Farbe und auch den Nutzen einer Wiese versinnbildlichen das kollektive nachhaltige Bewusstsein einer Gruppe, die sich mit den „Flowers of Sustainability“ einlässt und sich so als Teil des Ökosystems begreift.

 

Diese Sichtweise verdeutlicht, dass es zum Klimawandel keine Patentrezepte geben kann, sondern dass jeder Einzelne seinen zukunftsgerechten Weg seiner Umwelt, den wir teilen oder für welchen wir verantwortlich sind, finden könnte.

 

Das methodische kollektive Arbeiten an Blüten mit Themenschwerpunkten erleichtert diese Findungsmöglichkeit.

 

Wie bei einem Blumenstrauß können gedankliche Komponenten einer spezifischen Möglichkeit nachhaltigen Handelns gemeinsam oder auch in einem Lebensprozess angelegt werden.

 

 

 Das Beschreiben von Blüten mit unterschiedlich vielen Blütenblättern als mögliche Aspekte einer Kultur, welches nicht unbedingt von links nach rechts oder oben nach unten, sondern gleichsam der Vollkommenheit einer Blüte umkreisend von statten geht, versinnbildlicht auch das Umkreisen eines Kerns, eines Ziels, eines Problems, dessen Lösung nicht durch die Abwägung zweier Polaritäten, sondern mit dem Ansinnen einer annähernden Vollkommenheit im Zusammenspiel der Komponenten erreicht werden kann.

 

Freundschaften zwischen Kulturformen und zwischen Ökologie und Kultur bindet das ursprüngliche Wort Agrarkultur.

 

Selbst diskrepante Punkte im Kreis geben eine andere Bedeutung als eine Liste.

 

Die „Flowers of Sustainability“ existieren als ein Zusammenhang zwischen globalem Denken und regionalem Handeln im Kontext jeglicher regionaler Gedanken im Globalen Handeln jedes Einzelnen und zusammen.

 

Denken mit dem Gefühl und mit dem Geist, mit der Seele und mit Verstand, unter Berücksichtigung der Zusammenhänge von dem Ökosystem, dessen wir uns bemächtigt haben, aber zu dem wir auch selbst, jeder als ein kleiner Teil dessen, existieren, aus dem wir entwachsen und zu dem wir zurückkehren.

 

 

 

 

 



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