Leben und Kunst = Natur und Leben = Kunst und Natur


Social Landart impliziert buchstäblich den sozialen, lebensorientierten Prozess an der gemeinsamen Landschaft. Es geht darum, kognitive Dissonanzen für den Klimaschutz zu erforschen und die eigenen Lebensräume unter Berücksichtigung der Beziehung zwischen Mensch und Natur als Kollektiv zu betrachten. Social Landart vermittelt künstlerische Methoden zur Erforschung von Natur und Umwelt.

 

Diese Methoden haben Schnittstellen zur Praxis der Sozialen Plastik (Beuys), mit dem künstlerischen Potenzial, die Zukunft in jedem Menschen zu entwickeln, wobei Nachhaltigkeit als künstlerische Dimension alle Bereiche gleichermaßen einbezieht: das soziokulturelle, ökonomische und ökologische als gemeinsames Potenzial. Denn die Kraft der Kunst, als Energie des kreativen Denkens in Harmonie mit der Umwelt und als Blick auf das Verborgene, ist als suchende Kraft für alternative Praktiken in einer Methodenplurale zu suchen.

 

Hierfür gibt es Orte und Themen, die im Zusammenhang dieses Potenzial als Lernlandschaften anbieten um daraus Orte zu schaffen, die wir im Sinne der nachhaltigen Entwicklung langfristig transformieren können.

 

Durch die Totalkultivierung unserer Umwelt und den Verlust der Natürlichkeit von Natur wurde dem Konzept der "Land Art" eine weitere Bedeutung mit der sozialen Dimension der Landschaft zugemessen. Hierzu gehört eine kritische Auseinandersetzung mit der Kulturlandschaft und die Verluste von Naturerfahrung durch eingeschränkte Naturschutzräume.

 

Social Land Art ist als Kunstkonzept seit dem Jahr 1992 von Insa Winkler in mehreren Projekten erstellt worden. 1999 entstand daraus der slap e.V. Social Land Art legt als Kunstform besonderen Wert auf den Genius loci und die damitverbundenen, sozialen, kulturellen und ökologischen Strukturen: Kulturlandschaft ist der Spiegel der Gesellschaft unter der Beleuchtung ihrer Beziehung zur Natur - die kulturelle Vielfalt und die biologische Vielfalt.

 

 

Charakter der Social Landart ist, dass KünstlerInnen miteinander kommunizieren als EmpirikerInnen und im Austausch mit wissenschaftlichen ExpertInnen als eine Verbindung mit dem trans-disziplinären Anderen. Auf der anderen Seite erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Leben der Bewohner, mit den Nachbarschaften in Form einer Bürgerbeteiligung. Die Ergebnisse werden als Ganzes in einen künstlerischen Prozess vereint, selbst unter Berücksichtigung einer langfristigen Entwicklung.